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Ursachen für das Smolt-Desaster seit langem erwartbar!

10.​05.​2026

Die Volksstimme Oschersleben berichtete in ihrem Beitrag vom 09.05.2026 über das Smolt-Desaster von Hadmersleben.

Die WKA dort war in der Vergangenheit bereits für Faulschlammlawinen und der Trockenlegung des Mühlgrabens und dem damit verbundenem Muschel-und Fischsterben verantwortlich. Eine frühere Strafanzeige gegen den Betreiber durch uns wurde damals von der Staatsanwaltschaft  eingestellt. Immer wieder haben wir die dortigen Probleme auch auf Ebene des LvwA, des Ministeriums und des Landtages angesprochen-beseitigt wurde bis heute kein Einziges!

Nach wie vor sehen wir entscheidende Bestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses für den Betrieb der Anlage nicht durchgesetzt. Stattdessen wurden trotz fehlender Voraussetzungen fachlicher und rechtlicher Natur an der Bode insgesamt  die jungen Lachse im Herbst 2025 ausgesetzt, so dass es zwangsläufig zu Desastern kommen musste! Wir hegen große Befürchtungen, dass es mangels Durchgängigkeit nicht nur in Hadmersleben zu Verlusten kommen wird, da kein einziger Wehrstandort in der Bode nach Einschätzung der IG als tatsächlich durchgängig im Sinne der Rechtsvorgaben gelten kann. Hinzu kommt die Todeszone ab den Einleitstellen in Stassfurt, die in unseren Augen bestenfalls durch einige wenige Individuen passiert werden wird und das auch nur bei hohen Abflüssen mit den entsprechenden Verdünnungseffekten. Eine Rückkehr als Laicher schließen wir auch in Anbetracht der WKA Calbe Mühlgraben grundsätzlich aus.

Die jungen Lachse bezahlen die jahrelange Ignoranz geltenden Rechts  bzgl. der Durchgängigkeit unserer Flüsse mit ihrem Leben, so dass wir nicht einmal ansatzweise von einer erfolgreichen ,,Wiederansiedlung,, ausgehen können, sondern nach wie vor einen Tierversuch mit einer europarechtlich geschützten Fischart sehen, den wir nicht unterstützen werden.

Auch der amtierende Umweltminister wurde von uns in der Vergangenheit mehrfach u.a. auf die schlimmen Defizite beim wasserrechtlichen Vollzug hingewiesen, eine Beseitigung qua Amt ist bis heute erkennbar nicht erfolgt. In Anbetracht der Zustände an unseren Flüssen fragen wir uns ohnehin seit Langem, ob sich der Minister als oberster Hüter der Umwelt selbiger in irgendeiner Weise verpflichtet fühlt oder ob sich die Prioritäten eher auf die zahlreichen Darbietungen auf TicToc richten?

Als staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung und Bürger dieses Landes sehen wir uns ausschließlich unseren satzungsgemäßen Aufgaben verpflichtet und in Anbetracht unserer bisherigen  Erfahrungen auf allen relevanten Ebenen wird es vermutlich auch hier ohne juristische Schritte keine Lösung geben, um die Blockade der Verantwortlichen zu durchbrechen.

 

 

 

 

 

Bild zur Meldung: Volksstimme Oschersleben vom 09.05.2026 Foto: IG Bode-Lachs e.V

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