Genehmigung am Waldkater wurde erteilt
Wie von uns aufgrund unserer Erfahrungen mit der UNB des Harzkreises und erst Recht mit dem LHW Flussbereich erwartet, wurde die Genehmigung zum Abriss einer ökol. wertvollen Natursteinmauer und dem Neubau einer lebensfeindlichen Betonwand an der Bode, auf Höhe des Waldkater und nach Krottorfer Vorbild , nun erteilt. Da es sich um einen kompletten Abriss und anschließendem Neubau einer völlig anders gearteteten und lebensfeindlichen Wand handelt, sehen wir in dem genutzten Begriff,, Sanierung,, eine der üblichen Irreführungen der Öffentlichkeit. Die Entscheidung der UNB ist aus Sicht der IG ein Frontalangriff auf den Artenschutz, wobei wir die vorkommenden Vögel nach Anhang IV der FFH-RL nicht ausreichend gewichtet sehen und für Fledermäuse erst gar keine Erfassung der tatsächlichen Vorkommen im Eingriffsgebiet erfolgt ist. In der Gebietsbeschreibung für das FFH-Gebiet ist jedoch von 6 Arten die Rede.
Gekrönt wird all das noch von der Tatsache, dass wir dieses Thema im Rahmen eines Orttermins mit dem FB-Leiter aus Halberstadt und dem Abteilungsleiter für Naturschutz und dessen Stellvertreter im Umweltministerium angesprochen hatten und sich dabei herausstellte, dass der Neubau von der Stadt Thale gewünscht wird, deren Finanzlage ein solches Vorhaben jedoch nicht hergibt. Ein Nachweis der tatsächlichen Notwendigkeit eines Neubaus und von Variantenprüfungen wurde bisher nicht erbracht, obwohl wir das in unserer Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung eingefordert hatten. Ungeachtet dessen wurde die Genehmigung nach Fortführung des Verfahrens nun erteilt. Verlängert man gedanklich die bestehende etwa 80 cm hohe und unversehrt erscheinende Mauer auf 2 m Höhe, so liegt deren Oberkante dann etwa auf Höhe der Fahrbahn. Verfüllt man nun den entstandenen Zwischenraum, so entsteht nie dagewesener Platz für zahlreiche Parkplätze direkt vor dem Gebäude, also Cui bono, lieber Flussbereich?
Auftrag und Vollmacht für den Anwalt ist raus!
Bild zur Meldung: Hier soll eine 2m hohe Betonwand entstehen Foto: IG Bode-Lachs e.V







