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Fischbestandsbergung in Krottorf nach Hochwasser

03. 04. 2022

Das Bodehochwasser vor einigen Wochen blieb nicht ohne Folgen für den Mühlgraben in Krottorf. Da die errichtete Barriere an der Brücke nicht geeignet war, ein erneutes Einschwimmen von Fischen bei hohen Abflüssen zu verhindern, wurden in der letzten Zeit vermehrt Fische im Mühlgraben beobachtet, insbesondere direkt vor dem Turbinenhaus. Da die Arbeiten nun fortgeführt werden sollen, war eine erneute Evakuierung des Fischbestandes nötig geworden, bei der wir ebenfalls unterstützen durften. Insgesamt konnten  mehr als 3500 Fische aus 18 Arten gefangen und in die Bode verbracht werden, unter denen auch einige Individuen der FFH-Arten ,,Bitterling,, und ,,Bachneunauge,, waren. Die Bauarbeiten am Turbinenhaus werden laut Pressemitteilung und nach Aussage seitens des LHW vorläufig nicht weitergeführt, da es Probleme mit dem Baugrund gibt und Änderungen vollzogen werden müssen. Wir vermuten hier massive Änderungen am Vorhaben, die nicht mit dem Planfeststellungsbeschluss konform gehen. Parallel hierzu hegen wir auch massive Zweifel an der Wirksamkeit der Hochwasserschutzmaßnahmen an sich, da die Bode den Mühlgraben  bereits bei den Abflüssen des letzten Hochwassers bis zum Turbinenhaus zuückgestaut hat und somit wohl kaum als heilsbringender Entlaster fungieren kann. In diesem Zusammenhang wurde seitens des LHW auch  immer wieder behauptet, dass das Wehr Krottorf bzw. die starre Schwelle eine ,,tragende Säule im Hochwasserschutzkonzept,, wäre. Auch an dieser Behauptung hegen wir massive Zweifel und sehen in der Schwelle vorrangig ein massives Abflusshindernis und damit eher eine Gefahr für Krottorf. Vor diesem Hintergrund leiten wir nun eine entsprechende Prüfung durch eine unabhängige Institution in die Wege.

 

Bild zur Meldung: Fotos:IG Bode-lachs e.V

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