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Novum in Oschersleben

30. 08. 2022

Seit jeher werden auch der Bode durch sogenannte Unterhaltungsmaßnahmen ökologisch unverzichtbare Sedimente entnommen, so dass erhebliche Mengen an Laicharealen verloren gingen. Eine Vielzahl an  Querverbauungen unterbrechen parallel hierzu  noch immer die eigentlich durchgehende Gewässersohle bzw. blockieren den Sedimenttransport und verhindern dadurch die Entstehung neuer Laichareale. Die  Auswirkungen auf die (Fisch) Fauna sind meist nur  Fachleuten und anderen Insidern bekannt. Das erste Mal in der Geschichte der Bode wird ihr nun in Oschersleben wertvolles, grobes Sediment zugeführt und als Kiesdepot eingebaut, wenngleich auch nicht in der von uns gewünschten Menge. Wir bezweifeln jedoch, dass es ohne Veranlassung  juristischer Schritte durch uns zur Anlage dieser Kiesdepots gekommen wäre. Die Strömungsdynamik läßt aus dem groben Kies nun neue  Laichflächen und Lebensraum für das Makrozoobenthos entstehen, so dass  die positiven Auswirkungen sehr bald sicht-und meßbar  sein werden. So erfreulich und wertvoll dieser punktuelle Kieseinbau für die Bode und ihre Fauna auch ist, so bleibt  es in Anbetracht der jahrzehntelangen Entnahme  leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aus Sicht der IG müssen derartige Kiesgaben mit Blick auf die Vorgaben  von WR- und FFH-RL zwingend flächendeckend ausgeweitet werden. Mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand ließen sich enorme ökologische Verbesserungen erzielen, vorausgesetzt, der Wille dazu besteht. Laut Plangenehmigung sind weitere Renaturierungsmaßnahmen vorgesehen, denen sich der LHW bisher verweigert hat. In Anbetracht unserer Erfahrungen mit dem LHW verlassen wir uns  hier jedoch   nicht auf dessen oftmals leeren Worte,sondern  werden konsequent auf die Umsetzung drängen, notfalls mit juristischer Unterstützung.

 

Bild zur Meldung: Novum in Oschersleben

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