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Rasante Entwicklungen in Oschersleben

03. 04. 2022

Im Zusammenspiel zwischen Wehrabriss Oschersleben und den hohen Abflüssen der jüngeren Vergangenheit sehen wir höchst erfreuliche Entwicklungen in der Bode vor Ort. Sowohl an der bestehenden Kiesbank im ehemaligen Tosbecken, als  vielmehr noch direkt unterhalb des Knicks haben sich in kurzer Zeit massive Kiesanlandungen gebildet, die als Laichplätze und Jungfischhabitate sehr wertvolle Strukturen für die Aquafauna bilden. Einmal mehr sehen wir uns bestätigt, dass es kein Hexenwerk ist, der Natur die Rückeroberung ihrer einstigen Lebensräume zu ermöglichen und damit auch zugleich den Belangen des Hochwasserschutzes, sowie denen der  FFH-und WR-RL Rechnung zu tragen. Leider ist eine solch beispielhafte Entwicklung im Flussbereich Halberstadt  noch immer lediglich auf juristischem Wege zu erzwingen. Auch wenn Oschersleben ein leuchtendes und zugleich  seltenes  Beispiel ist, so sind wir insgesamt noch immer weit von den Zielvorgaben des EU-Umweltrechtes entfernt und sehen uns gezwungen,vermehrt  den juristischen Weg zu beschreiten, um Oschersleben an so viel Wehrstandorten wie möglich zu kopieren.Wann immer uns jemand nach dem Hauptgrund für das Desaster bei der Umsetzung der WRRL fragt, so nennen wir ihm  zuerst ein Kürzel aus drei großen blauen Buchstaben.Erfreulich ist auch der Fund von Malermuscheln (Unio pictorum)auf der neuen Kiesbank,hier schließt sich der Kreis hinsichtlich der zuletzt zahlreich  nachgewiesenen Bitterlinge (Rhodeus amarus)als weitere FFH-Art in Oschersleben.

 

Bild zur Meldung: Fotos:IG Bode-Lachs e.V

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