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Wehre=Hochwasserschutz?

20. 02. 2022

Die Niederschläge dieser Tage bleiben auch an der Bode nicht ohne Folgen. Das Bodewehr Gröningen wurde ursprünglich zur Nutzung der Wasserkraft errichtet, die es jedoch seit vielen Jahren auch hier nicht mehr gibt. Auch dieses Wehr  besteht wie viele andere Wehre auch aus einer starren Schwelle mit integrierten Schützentafeln. Im Hochwasserfall können somit  lediglich die beiden kleinen Tafeln gezogen werden, so dass sich bei einem HQ die Wassermassen durch ein Nadelöhr zwängen müssen. Wie so oft werden jedoch  teils erhebliche Mengen an Treibgut transportiert, welches diese Engpässe verstopft und ein Wehr zu einer noch größeren Gefahr werden läßt, als es ohnehin schon der Fall ist. Auch in Groß Quenstedt bekamen dies die Bürger seinerzeit am eigenen Leib zu spüren.(hier)Die Natur zeigt derzeit einmal mehr, was von den Wasserbaukünsten ,bzw. den Hochwasserschutzmaßnahmen zu halten ist. Bereits beim derzeitigen Abfluss trat die Bode im Bereich Gröningen an den ersten Stellen über die Ufer,so dass wir hoffen, dass niemand zu Schaden kommt und zugleich volles Verständnis für bange Blicke in Richtung Himmel aufbringen. Noch immer werden statt Wehrrück-oder umbauten im Sinne des GEK lieber Kiesbänke als behauptete Abflusshindernisse entnommen, obwohl sie unterhalb des Hochwasserprofils liegen und eine Verträglichkeit hinsichtlich FFH-und WRRL nach unserem Kenntnisstand gar nicht erst untersucht bzw. nachgewiesen wird. Einen hydraulischen Nachweis für die Notwendigkeit der Entnahme der Kiesbänke haben wir ebenfalls  bis heute niemals zu Gesicht bekommen. Die Auswirkungen der Entnahme von Reproduktionshabitaten sollten jedenfalls selbst dem LHW bekannt sein und spiegeln sich in unseren Augen auch im Zustand der Gewässer bzw. der kieslaichenden Arten wider.Nicht nur hinsichtlich des Hochwasserschutzes, sondern auch mit Blick auf FFH-und WRRL sind Wehrabrisse und Stauniederlegungen aus unserer Sicht unerlässlich, so wie es derzeit in Oschersleben vollzogen wird.  Wir bedauern sehr, dass der LHW erfahrungsgemäß nur nach juristischer Unterstützung bereit ist, sich punktuell  von einem seiner  schädlichen und teils gefährlichen Spielzeugen zu trennen, auch das qualitativ beispielhafte GEK ,,Untere Bode,, allein änderte daran bisher leider nichts.

 

Bild zur Meldung: Foto: IG Bode-Lachs e.V

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