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Wehr Oschersleben wird zurückgebaut

07. 09. 2021

Bereits 2008 sollte das Wehr Oschersleben ersatzlos zurückgebaut werden. Im Vordergrund standen damals nach vorliegenden Unterlagen  die Vorgaben der EU- Wasserrahmen -und FFH-Richtlinie, sowie des ökologischen Verbundsystems des Landes Sachsen-Anhalt.

Entgegen den eindringlichen Warnungen des GEK ,,Untere Bode,, (S.128 Textteil)(hier),welches zugleich als Teilmanagementplan für das FFH-Gebiet  zwischen Stassfurt und Krottorf anerkannt wurde, erfolgte 2015 mittels Bauantrag des LHW für eine Wehrrekonstruktion samt Turbine plötzlich die volle Kehrtwende. Von WRRL und FFH-RL war nun keine Rede mehr. Die entscheidende Hilfe zur Abwendung der drohenden ökologischen Katastrophe gab es  von der  damaligen und langjährigen Geschäftsführerin des NABU, der wir für ihre Hilfe hier und an anderer Stelle  höchste  Wertschätzung entgegenbringen. Um der Bode und ihren Bewohnern zu ihrem Recht zu verhelfen, wurde ein Fachanwalt eingeschaltet, in dessen Folge der Bauantrag vom LHW zurückgezogen wurde.

Eine tatsächliche Hochwasserschutzfunktion hat das Wehr nach unserem Kenntnisstand nie besessen. Der Direktor des LHW bezeichnete es korrekterweise sogar öffentlich als ...Schwachstelle im Hochwasserschutz, die mit dem Abriss beseitigt wird...(hier) Eine solch bemerkenswerte Ehrlichkeit würden wir uns jedoch  an allen entsprechenden Standorten wünschen. Wahr ist leider, dass immer wieder auch Wehre in Form von  starren Betonschwellen offiziell als,, tragende Säulen in Hochwasserschutzkonzepten,, etikettiert werden. Mit dem endgültigen Rückbau des Wehres, der damit verbundenen Verbesserung des Hochwasserschutzes und  der an dieser Stelle tatsächlichen Umsetzung der verbindlichen EU-Umweltvorgaben, sowie der Schaffung eines Platzes zur  Darstellung der Historie des Wehres ausserhalb des Gewässers sehen wir eine Lösung gefunden, die allen Aspekten Rechnung trägt.

 

Bild zur Meldung: Volksstimme -Artikel vom 07.09.2021

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